Wie Amateur-Cups die FIFA-Szene retten – Eligella, Blacki Cup und mehr – FIFA

Wo zocken, wenn der Esport schläft? Ein paar FIFA-Gamer haben es selbst in die Hand genommen und haben damit großen Erfolg: Zwischen Eligella und Blacki Cup.

Der FIFA Esport hat unter der Corona-Pandemie zu kämpfen. Die Weltmeisterschaft im August fiel sogar komplett aus. Für EA Sports waren große Offline-Events wie die FUT Cups elementar, fürs Onlinezocken sind die Modi in FIFA Ultimate Team nicht perfekt ausgelegt.

Der FUT Cup vom Wochenende war ein gutes Beispiel, als ein Niklas Raseck mit Lags gegen einen russischen Gegner spielen musste.

Streamer wie Elias Nerlich, Esportler bei Hertha BSC oder auch Maurice “BlackXLegend” Aliu kamen auf die Idee, eigene Cups zu starten.

Über 47.000 Zuschauer im Stream

Beim Eligella Cup schauten am vergangenen Montag über 47.000 Zuschauer in der Spitze zu, Gewinner Anders Vejrgang gewann 1.500 Euro im Finale gegen seine Teamkollegen Umut Gültekin. Der Preispool wird mitfinanziert von seinen Sponsoren, bei der Organisation hilft seine Agentur RABONA.

Bei den Fakten fällt es fast schwer von “Amateur”-Cup zu sprechen. Punkte für die Weltrangliste gibt es aber noch nicht.

Neben einer Auswahl an Esportlern gab es auch schon Ausgaben des Cups mit Profifußballern oder reinen Content-Creatorn.

Der Wunderknabe Anders aus Dänemark hat durch solche Cups sogar seine einzige Chance auf Preisgelder. Mit 14 ist er zu jung für den offiziellen Turnierzyklus von EA Sports.

Beim “Blacki Cup” von BlackXLegend wird sogar mehrmals die Woche gespielt. Als Sieger winken auch mal 650 Euro. Die Anmeldung für ein 256er-Bracket läuft über eine Hotmail-Adresse und einen Buy-In via Paypal. “Anmelden, ohne zu reden” ist die Ansage. Es geht bald in die 30. Ausgabe.

Auf unsere Nachfrage erklärte Blacki: “Ich habe Ende FIFA 20 mit den BLACKI CUPS angefangen. Ich habe nach einer Content-Idee gesucht, weil man Ende-FIFA nix besonderes spielen konnte außer Rivals – was so gut wie keiner mehr gemacht hat. Also hab ich angefangen Buy-In-Cups zu veranstalten, weil das zuvor kein Streamer gemacht hat.”

Dabei ist die Teilnehmeranzahl von zeitweise 32 auf inzwischen über 200 angestiegen – was auch seinem Stream half: “Ich hab das Ding immer durchgezogen. egal ob ich 20 Zuschauer hatte oder 1000.” Inzwischen sind seine Late-Night-Cups in aller Munde.

Auch Hasan “Haso” Eker hat eine solche Turnierserie mit Ankündigungen über seinen Twitterkanal gestartet.

Szene weiß sich zu helfen

Damit haben sich diese Cups auch als Leistungsnachweis für die Szene etabliert. Der Ping ist akzeptabel, da die meisten Gamer aus Deutschland und dem Umland kommen.

Natürlich kämpfen die Cups mit ähnlichen Problemen wie der große Esport in FIFA: Wer ein gutes Team hat, hat einen Vorteil. Bei offiziellen Offline-Events wird mit einer “Esport-Edition” gespielt, bei der alle Karten frei verfügbar sind. Das geht online noch nicht.

Doch solange ist die Amateur-Cup-Szene ein ernstzunehmende Konkurrenz für die großen EA-Events – zumindest wenn sich Esportler untereinander messen wollen.

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Bildquelle: EA Sports/Elias Nerlich/Hasoo

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